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Essay Kant

Essay         


Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.“ (Kant)


Als Erziehung, bezeichnet man in der Wissenschaft alle bewussten und gezielten Handlungen und Verhaltensweisen, eines relativ erfahrenerem Menschen, die einen jeweils weniger Erfahrenem zur selbständigen Lebensführung führen sollen.

Kant sagt also, dass ein Mensch ohne Hilfe Älterer und Erfahreneren nicht überleben kann. Der Mensch wird von dieser Erziehung sehr beeinflusst. An ihr liegt es, wie sich der Mensch entwickelt. Das heißt, die Entwicklung jedes Menschen, hängt von seinen Vorbildern und Erziehern ab. Durch Erziehung, versuchen Menschen die Persönlichkeit eines anderen Menschen in irgendeiner Hinsicht dauerhaft zu verändern, ob positiv oder negativ.

In erster Linie richtet sich diese Erziehung meist auf Kinder und Jugendliche, da diese noch hilfsbedürftiger, beeinflussbarer und lernfähig sind. Sie müssen durch Lernen erst ihr Wissen erlangen, was sie später für ihr Leben brauchen. Menschen können andere also für ihre Zwecke negativ beeinflussen und benutzen. Dabei ist es noch sehr viel leichter Kinder zu beeinflussen.

So werden in manchen Länder Kinder zu Kinderarbeit gezwungen. Sie lernen von Klein an, dass sie arbeiten sollen, also ist es für sie selbstverständlich. In allen Gesellschaften gehört es zu den Pflichten der Erwachsenen, ihren Kindern dabei zu helfen, sich auf das spätere Leben vorzubereiten. Ohne diese Hilfe, würden Kinder später nicht das Wissen und Können haben, um ein vernünftiges Leben zu führen.

Manche Erwachsene, bzw. Eltern halten sich nicht an diese Gesellschaftliche Norm. Sie geben ihr Kind weg oder kümmern sich einfach nicht darum. Diese Kinder haben, in ihrem späteren Leben, oft Defizite und bekommen ihr Leben nur schwer in den Griff.

Das Denken, Handeln und Fühlen eines Menschen entwickelt sich nicht von allein, denn ihre Ausbildung hängt davon ab, wie und wofür ein Mensch sein Gehirn benutzt. Wichtig dafür sind, die verschiedenen Erfahrungen, die Menschen im Laufe ihres Lebens prägen.

Die wichtigsten Erfahrungen sind die, die sie aus dem Zusammenleben mit anderen lernen. Weshalb es auch sehr viele verschiedene Lebensarten und Kulturen gibt. Überall auf der Welt werden Kinder anders erzogen und müssen andere Hindernisse überwinden. In Afrika zum Beispiel, ist ein Problem die Ernährung. Den Kindern wird von Klein auf beigebracht, sich auf Nahrungssuche zu begeben und für das Wohl ihrer Familien zu sorgen.

In Deutschland haben wir ganz andere Sorgen, die im Vergleich mit anderen, ziemlich kleinlich und unwichtig wirken. Heutzutage ist eines der größten Probleme der Kinder, wie bekomme ich das neue Handy? Oder ich brauche neue Markenklamotten, sonst bin ich nicht beliebt. Daran erkennt man ganz deutlich die Sozialen und Gesellschaftlichen Unterschiede der heutigen Gesellschaft und somit auch der Erziehung. Die Kinder wachsen anders auf, haben andere Moral Vorstellungen und ein anderes Verhalten.

Gefühle sind ein entscheidender Auslöser für alle Lernprozesse. Ohne diese Aktivierung bleibt nichts im Gehirn haften. Vorfälle, die ein sehr starkes Gefühl in einem ausgelöst haben, an die erinnert man sich meist am besten. Kinder die oft geschlagen oder missbraucht wurden, sind oft sehr zurückgezogen und ängstlich, weil sie durch diese Erfahrung sehr geprägt wurden und sich dieses Gefühl ins Gehirn festgesetzt hat.

Opfer häuslicher Gewalt sind in manchen Fällen durch diese Vorfälle so verstört, dass sie, wenn sie Erwachsen sind, die selben Fehler machen und auch zu schlagen. Sie kennen es von zu Hause ja auch nicht anders. Die Kinder denken dies wäre normal, also machen sie es später ihren Eltern etc. nach.

Keine andere Spezies kommt mit so einem offenen, lernfähigen und formbaren Gehirn zur Welt. Nirgendwo im Tierreich sind die Nachkommen so lange auf Fürsorge, Unterstützung und Lenkung angewiesen. Und bei keiner anderen Art, ist die Entwicklung von der emotionalen, sozialen und intellektuellen Kompetenz der erwachsenen Bezugspersonen abhängig. Oft wird diese Beeinflussung benutzt, um Kindern seine eigenen Vorstellungen einzuprägen.

Dies wird in Kriegsführung deutlich. Viele bilden Kindern zu Kriegern aus und geben ihnen schon als kleine Kinder eine Waffe und zeigen ihnen wie man damit umgeht. Als Jugendliche sind sie dann soweit damit geprägt, dass sie bis in ihren Tod kämpfen würden. Es gibt jedoch auch Ausnahmen.

Wenn zum Beispiel ein Defekt im Gehirn vorliegt, bringt die Erziehung auch nichts. Obwohl man als Elternteil sein Kind gut erzogen hat, kann es sein, dass es auf die falsche Bahn gerät, z.B. durch falsche Freunde oder andere Einflüsse. Weiterhin kann es sein, dass durch Depressionen oder andere Krankheiten die Kinder falsche Entscheidungen treffen.

Ein Kind, was Selbstmord und einen Amoklauf in der Schule begeht, kann Zuhause eine stabile Familie und eine gute Erziehung genossen haben und einfach nur krank sein. Abschließend kann ich sagen, dass ich Kant schon zustimme, die Erziehung hat einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung eines Menschen und ohne sie wäre der Mensch nicht Lebensfähig.    

 

                                         Samantha Göldner

26.1.16 14:40
 
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